Gröden 2008: Walchhofer beendet Durststrecke

Miller, Walchhofer, Osborne-Paradis

Miller, Walchhofer, Osborne-Paradis

Der Gröden-Sieger 2008 ist derselbe wie jener von 2007: Michael Walchhofer. Der Österreicher siegte vor Bode Miller (USA) und Manuel Osborne-Paradis (Can) und beendete mit seinem Sieg die österreichische Abfahrtsdurststrecke. Seit Walchhofers Gröden-Sieg am 15. Dezember 2007 warteten die Rot-Weiß-Roten auf einen Erfolg in der Königsdisziplin.

Michael Walchhofer und Gröden entwickelt sich von einer Hassliebe zu einer wahren Liebesbeziehung. Bis zum Vorjahr landete Walchhofer nämlich vier Mal auf dem undankbaren zweiten Platz, 2007 siegte der Salzburger erstmals. Heute legte Walchhofer gleich einen Sieg nach und beendete damit gleichzeitig die 370-tägige Durststrecke des österreichischen Abfahrtsteams. Walchhofer hat in den Medien schon zu Beginn der Gröden-Woche das Ende der Krise vorausgesagt und auch Hermann Maier war vor der Abfahrt davon überzeugt, dass es auf der Saslong keinen größeren Favoriten als Walchhofer geben kann. Walchhofer siegte heute schließlich mit dem für Gröden großen Vorsprung von 0,38 Sekunden auf Bode Miller. Der Drittplatzierte Manuel Osborne-Paradis lag bereits 0,53 Sekunden hinter Walchhofer. Im Zielraum war Walchhofer die Erleichterung anzumerken. Sein erster Kommentar war entsprechend: "Ich war nach gestern ein wenig geknickt, aber heute habe ich eine richtige Kampffahrt hingelegt. Heute bin ich noch mehr als sonst für Österreich gefahren."

Nach den Trainingsfahrten enttäuschend verlief das Rennen für Erik Guay. Der Kanadier hatte in beiden Trainings die Bestzeit aufgestellt, landete im Rennen aber nur auf Platz 5. Auch für díe Hausherren endete die Abfahrt nach dem gestrigen Sieg von Werner Heel enttäuschend: Als bester der italienischen Mannschaft landete Peter Fill auf dem 17. Platz.