Osborne-Paradis: „Vorteil, dass alle auf Guay geschaut haben“

"Walchhofer ist fast perfekt gefahren, in der  Ciaslat-Wiese hat er den entscheidenden Vorsprung herausgefahren", zollte Osborne-Paradis dem Sieger Respekt.

„Ciaslat ist die Schlüsselstelle und extrem schwierig zu fahren. Man kommt mit viel Tempo von den Kamelbuckeln und muss dann die Kurven richtig fahren. Wenn ich sie besser erwischt hätte, wäre ich jetzt noch weiter vorne“, meinte der Überraschungsdritte Manuel Osborne-Paradis. „Ich habe mir ein so gutes Resultat nicht erwartet. Den zweiten Trainingslauf habe ich verhaut, aber das zählt am Renntag nicht mehr.  Ich bin beim Rennen selbst immer etwas mehr Energie“, so Osborne-Paradis.

Der Kandier weiter: „Ich sage immer: ‚Es interessiert niemanden, wenn Du beim Trainings stirbst‘. Es war deshalb vielleicht ein kleiner Vorteil, dass alle auf Erik Guay geschaut haben. Wir sind noch ein junges Team und noch nicht gewohnt, mit der Favoritenrolle umzugehen.“

Auch auf Hermann Maiers launigen Kommentar („Mir war so langweilig, dass ich mir überlegt habe, was ich zu Weihnachten verschenke“) hatte Osborne-Paradis eine passende Antwort: „Ich stimme Hermann Maier im Prinzip zu, dass das Rennen etwas langweilig war. Aber: Wie kann eine Piste langweilig sein, wenn da in der Mitte ein 50-Meter-Sprung wartet.“