Pressekonferenz: “Ski laufen lassen und aggressiv fahren”

In der Pressekonferenz nach der Weltcup-Abfahrt in Gröden waren sich die drei Schnellsten, Michael Walchhofer, Bode Miller und Manuel Osborne-Paradis, einig, dass sich die Saslong einmal mehr als selektive Piste erwiesen hat. Auch über die Schlüsselstelle gab es keine Zweifel: Die Ciaslat.

„Ich habe die Ski laufen lassen und nur die Ciaslat nicht gut erwischt. Ich habe mich schon den ganzen Tag sehr gut gefühlt. Es war hilfreich, dass die ganze Aufmerksamkeit auf meinen Teamkollegen Erik Guay gerichtet waren“, sagte der Drittplatzierte Kanadier Osborne-Paradis nach dem Rennen. „Wir sind eine junge Mannschaft und sehr motiviert. Wir haben uns in Norwegen gemeinsam mit Aksel Lund Svindal vorbereitet und wir steigern unser Potenzial mit jedem Rennen. Zufrieden war auch der Amerikaner Bode Miller, der wie immer in Gröden bewiesen hat, dass er zu den besten seines Fachs gehörte: „Ich habe so viel riskiert, wie notwendig war und ich war mir bewusst, dass man aggressiv fahren und den Ski laufen lassen muss, um auf der Saslong schnell zu sein. Walchhofer? Er kann gleiten, wie kaum ein anderer und ich war mir bewusst, dass ich in den technischen Abschnitten schnell sein muss um ihn schlagen zu können. Im unteren Teil der Ciaslat hätte ich besser fahren können. Am meisten strahlte naturgemäβ der Österreicher Michael Walchhofer: „Ich bin ein fast perfektes Rennen gefahren und stolz auf meine Leistung. Die Abfahrt ist die Königsdisziplin des Skisports. Der heutige Erfolg gehört ganz Österreich. Unsere Mannschaft schaut nach vorne. Wer mein Nachfolger ist? Das ist schwer zu sagen, aber Klaus Kröll hat sicherlich die Voraussetzungen um erfolgreich zu sein.