Zweites Training, zweite Bestzeit: Olsson wieder vorne

Hans Olsson

Hans Olsson

Hans Olsson mausert sich zum Topfavoriten für die Weltcup-Abfahrt am Samstag auf der Saslong. Nachdem der Schwede bereits gestern im ersten Training die Bestzeit markiert hat, legte Olsson heute nach und hängte mit einem Traumlauf die Konkurrenz um Längen ab.

Der Schwede Olsson, der bisher noch nie ein Weltcup-Rennen gewinnen konnte, hat mit den zwei Bestzeiten in den Trainingsläufen für die 50. Grödner Weltcup-Abfahrt keinen Zweifel offen gelassen, dass er heuer auf seiner Lieblingsstrecke zum engsten Favoritenkreis zählt. Nachdem gestern die Abstände noch knapp waren, hat Olsson heute einen Traumlauf absolviert und einen Riesenabstand zwischen sich und dem übrigen Feld gelegt. Olsson fuhr 1,22 Sekunden schneller als der Trainingszweite Klaus Kröll (AUT) und 1,76 Sekunden schneller als der Dritte Tobias Stechert (GER). Der Sechstplatzierte Jan Hudec (CAN) musste schon mit über zwei Sekunden Rückstand vorlieb nehmen.

„Ich kann mir den Vorsprung nicht erklären. Habe mich zwar sehr gut gefühlt, kann es aber kaum glauben, dass ich so schnell bin.“, so Hans Olsson nach seiner Bestzeit. Die Schneefälle und die dadurch weniger eisige Piste sind Umstände, die dem Schweden entgegen kommen: „Ich mag es nicht, wenn es zu eisig ist. Die Piste war wie eine Tanzfläche, ich habe mich gefühlt, als ob ich ins Ziel tanzen würde.“ Seiner Favoritenrolle traut Olsson aber noch nicht so recht: „Ich bin mir bewusst, dass mich die Leute als einen der Favoriten sehen. Ich aber sehe das nicht so, auch wenn ich jetzt weiß, dass ich schnell sein kann und deshalb großes Selbstvertrauen habe.“

Mannschaftlich stark präsentierten sich die Österreicher, die mit Kröll (2.), Romed Baumann (5.) und Joachim Puchner (9.) unter die besten Zehn fuhren. Bester der italienischen Mannschaft war heute Christof Innerhofer auf Platz elf und 2,49 Sekunden Rückstand. Werner Heel (ITA) landete mit 2,66 Sekunden Rückstand auf Platz 14.

Die Strecke war heute im Vergleich zum gestrigen ersten Training deutlich schneller. Olsson hat mit 1:57.48 Minuten seine gestrige Bestzeit um sage und schreibe fünf Sekunden unterboten. Er war damit  ähnlich schnell wie Silvan Zurbriggen (SUI) bei seinem Sieg im Vorjahr. Ob die Piste auch am Samstag noch so schnell wie heute ist, wird vom Wetter abhängen. Für morgen hat der Wetterdienst eine Störung vorhergesagt, die auch Schneefälle mit sich bringen soll. Neuschnee macht die Piste langsam, aber auch gefährlich und muss deshalb von der Pistenmannschaft so gut wie möglich aus der Strecke geräumt werden. Bleibt also zu hoffen, dass es nicht zu viel schneit, damit die Pistenarbeiter bis zum Rennen mit dem Schneeschöpfen fertig werden.

Hier in Gröden geht es morgen mit dem Weltcup-Super-G weiter. Der erste Läufer startet um 12.15 Uhr. Die Abfahrt am Samstag beginnt ebenfalls um 12.15 Uhr.