Der Online-Pressespiegel

Beat Feuz war der gefeierte Mann in der internationalen Presse in den Stunden nach seinem Super-G-Sieg auf der Saslong. „Der Schweizer Beat Feuz rechtfertigt seinen Vornamen,“ meint AFP und übersetzt Beat, das auf französisch selig bedeutet.

Die Agentur SI weist auf die Heimat des Siegers hin, beispielsweise auf skionline.ch: „Im Emmental schnüren sportbegeisterte Buben gewöhnlich die Schlittschuhe. Oder sie eifern ihren Idolen mit den Zwilchhosen nach. Er nicht. Beat Feuz wollte immer nur Skirennfahrer werden.“ Außerdem erfuhr Reuters: „Bode Miller war immer mein Idol“.

Zugleich aber erwähnten die Schweizer Medien, dass die Eidgenossen mit Ausnahme von Feuz schlecht abschnitten. „Nur Didier Défago überzeugt in Gröden noch im Schweizer Team“, meint die Neue Zürcher Zeitung. Dagegen übernehmen die Die Zeit und zahlreiche weitere deutsche Medien eine dpa-Meldung zum Erfolg eines Landsmannes, der im Vorjahr bei der Abfahrt in Gröden Zweiter geworden war. „Stephan Keppler mit viel Risiko Sechster.“ Die Frankfurter Allgemeine zitiert den erfolgreichen Fahrer: „Wenn mir vor dem Rennen einer gesagt hätte, du wirst Fünfter oder Sechster, hätte ich das sofort unterschrieben.“

Enttäuscht waren dagegen die italienischen Medien. La Gazzetta dello Sport erklärt, dass die Saslong nicht die Lieblingspiste der Läufer sei: „Die Azzurri mit großem Rückstand. Die Italiener lieben steile und eisige Hänge, hier herrschten die gegenteiligen Bedingungen.“

Für die österreichischen Medien war ein Überraschungsläufer der Held des Tages. Die Kleine Zeitung: „Ein Franz ist in Gröden immer dabei. Max Franz als Retter der Schi-Nation.“ Werner Franz, Cousin des Fünf-Platzierten von heute, wurde 1993 bei der Abfahrt auf der Saslong Zweiter. Nur Markus Foser war damals schneller – mit Startnummer 68, wohlgemerkt.