Abfahrt: Die Stimmen zum Abbruch

Günter Hujara

Günter Hujara

Für FIS-Renndirektor Günter Hujara war der Abbruch eine Entscheidung für die Sicherheit der Athleten. Was die Fahrer zu dieser Entscheidung sagen, können Sie hier nachhören und nachlesen.

Günter Hujara: Abbruch war Entscheidung für die Sicherheit der Athleten 
„Die Windbedingungen waren so wechselhaft, dass ein reibungsloser Ablauf nicht mehr möglich war. Wir haben unterbrochen, haben Vorläufer auf die Piste geschickt, aber es hat nichts genützt. Die Bedingungen haben sich sehr schnell verändert und waren nicht mehr vorhersehbar. Deshalb hat die Jury entschieden, mit dem Rennen nicht mehr weiterzumachen, um schwere Stürze zu vermeiden. Es war in jedem Fall eine Entscheidung für die Sicherheit der Athleten. Der Jury geht es manchmal wie einem Fußballschiedsrichter, wenn er ein Abseits oder einen Elfmeter falsch entscheidet, aber hier geht es um die Sicherheit. Ich kann verstehen, dass es für einige hier keine gute Entscheidung ist, aber die Sicherheit der Athleten muss jederzeit Priorität haben.“

Beat Feuz: Mit dem Wind hatte man keine Chance  
„Mit dem Wind hatte man keine Chance. Aus rein sportlicher Abbruch war der Abbruch korrekt: Ich hatte keine Spur und keine Sicht mehr. Schon bei kleinen Wellen hat es mich ausgehoben, das ist nicht normal. Am Start haben wir gehört, es kommen alle zwei Minuten Windböen. Der Kamelbuckelsprung geht sehr weit und hat einen hohen Luftstand. Dieser Sprung wäre bei diesen Windböen zu gefährlich gewesen. Es ist für alle das Beste, dass das Rennen abgebrochen worden ist.“

Johan Clarey: Bin mit Abbruch nicht einverstanden 
„Ich glaube nicht, dass es gefährlich gewesen wäre. Die Piste war nicht zu schnell, der Sprung bei den Kamelbuckeln ging nicht zu weit. Eine Fortsetzung des Rennens wäre nicht fair gewesen, weil nicht jeder bei gleichen Bedingungen gestartet ist, aber es war nicht das erste Mal, dass es so läuft. Wir haben so viele Rennen bei schwierigen Bedingungen durchgezogen. Ich bin nicht einverstanden, dass das Rennen abgebrochen wurde. Adrien und ich sind einfach gut gefahren. Wir hatten sicher Glück. Wenn nicht zwei Franzosen vorne gewesen wären, wäre das Rennen wahrscheinlich nicht abgebrochen worden.“

Aksel Lund Svindal: Schade, aber Abbruch war richtige Entscheidung  
„Es ist zwar sehr schade, aber der Abbruch war die richtige Entscheidung. Das Rennen war nicht fair. Man hätte fahren können, aber man hätte die Besten nicht mehr gefährden können. Es kann immer passieren, dass einige Läufer bessere Bedingungen haben, weil das Skifahren ein Freiluftsport ist. Heute war es extrem und der Abbruch war eine gute Entscheidung.“

Matteo Marsaglia: Fortsetzung des Rennens hatte keinen Sinn   
„Der Wind wurde immer stärker. Es hatte nicht mehr viel Sinn, das Rennen fortzusetzen. Die Entscheidung war richtig, auch wenn es nicht schön ist, dass ausgerechnet unser Heimrennen abgebrochen werden musste. Ganz abgesehen von der Sicherheit, ist es auch wichtig, dass die Rennen für alle regulär ausgetragen werden“