OK-Chefin Demetz: Weltcupwoche war aufregend und mühsam

OK-Chefin Stefania Demetz

OK-Chefin Stefania Demetz

„Die heurige Weltcupwoche war sehr aufregend und vor allem sehr mühsam“, fasst Stefania Demetz, die OK-Chefin der Grödner Weltcuprennen, die vergangenen Tage zusammen. Für Aufregung und Mühe waren nicht etwa die Rennfahrer oder die Zuschauer verantwortlich, sondern ganz allein das Wetter.

Mit dem Wind als Spielverderber hatte das Organisationskomitee lange nicht  gerechnet. Bis zum gestrigen Freitag hatte nämlich der Schnee die Organisatoren auf Trab gehalten. Vor der Rennwoche fehlte der Schnee, dann hat sich Neuschnee auf die perfekt präparierte Piste gelegt und die Pistenmannschaft zu einer Nachtschicht auf der Saslong gezwungen. An die 120 Pistenarbeiter waren in der Nacht auf heute im Einsatz, um die zehn Zentimeter Neuschnee aus der Strecke zu schaffen. Dann war der Schnee verräumt, der Wind kam auf und mit ihm der Abbruch der Abfahrt. Die 50. Weltcup-Abfahrt auf der Saslong hatte sich Stefania Demetz wohl anders vorgestellt. Dementsprechend gemischt waren dann auch die Gefühle der OK-Chefin, als der Weltcup-Tross am späten Samstagnachmittag seine Zelte in Gröden abgebrochen hatte und nach Alta Badia weitergezogen war: „Jetzt bin ich einerseits enttäuscht, weil wir die Abfahrt nicht zu Ende fahren konnten, andererseits verspüre ich auch Genugtuung, weil meine Mitarbeiter alles getan haben, um den schwierigen Wetterbedingungen zu trotzen und ein reguläres Rennen zu gewährleisten. Das wäre uns auch dank der enormen Anstrengungen der Pistenmannschaft gelungen, die nach dem Schneefall vom Freitagabend, alles mögliche und unmögliche unternommen hat, um die Piste in einen perfekten Zustand zu bringen.“

Die Abbruch-Entscheidung der Jury  war für Stefania Demetz absolut nachvollziehbar: „Günther Hujara ist ein Profi und er hat die richtige Entscheidung gefällt. ‚Leider’ war es die richtige Entscheidung.“ Trotz des Abbruchs sind die Bilder der verschneiten Grödner Winterlandschaft rund um die Welt gegangen, der Abbruch aus vermarktungstechnischer Sicht also verkraftbar