Der Pressespiegel vom Samstag

„Abbruch in Gröden: Wind verbläst Klassiker“, bringt es sport10.at auf den Punkt. Kurz nach dem Rennen  waren die internationalen Medien mit der Jury-Entscheidung das Rennen abzubrechen, einverstanden.

Der Kurier aus Österreich zitiert den ehemaligen Weltklasse-Abfahrer (1988 Zweiter auf der Saslong) und TV-Kommentator Armin Assinger: „Trotz herrlichem Winterpanorama abzubrechen“, meinte Assinger, sei zwar unpopulär, doch der Beweis gewesen, dass „die Funktionäre keinen Gartenschlauch als Rückgrat hatten.“ Die Gazzetta dello Sport weist darauf hin, dass die Situation bereits vor dem Rennen kritisch war: „Schon vor dem Start waren die Veranstalter gezwungen, den Start nach unten zu verlegen.“

Associated Press übernimmt eine Aussage von Bode Miller: „Ich denke, es war die richtige Entscheidung. Wenn dich eine Windböe am Kamelbuckel-Sprung erwischt, dann kannst das eine kapitale Verletzung nach sich ziehen.“ Der beim Abbruch Führende, Johan Clarey aus Frankreich, war verständlicherweise nicht erfreut über den Abbruch: „Die Bedingungen änderten sich, aber sie waren nicht gefährlich. Wir haben schon Rennen bei deutlich schlechteren Bedingungen gefahren. Ich bin verärgert.”

Mit einer Spekulation bezieht sich die Neue Zürcher Zeitung auf die beiden Führenden: „Hätte die Rangliste an der Spitze bis zum Ende des Rennens Bestand gehabt, wäre der erste französische Doppelerfolg in einer Weltcup-Abfahrt seit 41 Jahren zustande gekommen.“