Super-G-Triple für Svindal

Foto: www.saslong.org/Wisthaler

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Aksel Lund Svindal (NOR) zum Dritten: Der Super-G-Dominator der vergangenen zehn Jahre hat heute in Gröden seine Ausnahmestellung in dieser Disziplin unterstrichen und feierte nach 2009 und 2012 den dritten Super-G-Sieg auf der Saslong. Mit Respektabstand fuhren Jan Hudec (CAN; +0,58 Sekunden) und Adrien Theaux (FRA; +0,91 Sekunden) auf die Podestplätze. Enttäuschend die Italiener: Christof Innerhofer landete als schnellster der "Azzurri" auf Platz 9, Peter Fill, Platz 3 vor Augen, schied aus.

Der Super G auf der Saslong war heute selektiv wie noch nie: Der Schweizer Kurssetzer Walter Hubmann hatte einige knifflige Passagen gesetzt, so dass es zahlreiche Ausfälle gab und von den besten 30 Fahrern nur 21 ins Ziel kamen. Besonders raffiniert waren die Abschnitte bei den Kamelbuckeln, der Ciaslat-Wiese und das Tor beim Tunnelsprung im Zielschuss. Einen ließ die Kurssetzung kalt: Aksel Lund Svindal fuhr von oben bis unten wie auf Schienen und war überall der Schnellste. Svindal ist der erste Fahrer, dem in Gröden drei Super-G-Siege gelingen. Der heutige Erfolg Svindals war außerdem der 100. Weltcupsieg für Norwegen.

O-Ton Aksel Lund Svindal
Auf Platz zwei landete heute Jan Hudec. Der Kanadier konnte Svindal zwar nicht gefährden - siehe den Rückstand von 0,58 Sekunden -, er war aber eindeutig der Schnellste vom Rest des Feldes. Der Franzose Adrien Theaux hatte bereits 0,91 Sekunden Rückstand auf den Sieger, alle anderen Fahrer fuhren mit  mehr als einer Sekunde Rückstand ins Ziel.

Mit einer starken Leistung demonstrierten Kjetil Jansrud (NOR; 4.) und vor allem der Schnellste des zweiten Trainings, Erik Guay (CAN; 6.), dass sie morgen in der Abfahrt zu den heißesten Sieganwärtern zählen.

Nichts mit dem Ausgang des Super G hatten die Fahrer der italienischen Nationalmannschaft zu tun: Christof Innerhofer landete als bester der „Azzurri“ auf Platz 9, der Vorjahresdritte Werner Heel kam auf Platz 11 und Silvano Varettoni wurde 22.

Peter Fill, der heuer so motiviert wie kaum einmal zu seinen Heimrennen kam, fuhr bis zum Zielschuss einen sehr starken Super G und war auf Top-5-Kurs, als er wie einige andere Läufer am vorletzten Tor scheiterte. Auch Matteo Marsaglia, im Vorjahr hier Zweiter, kam nicht ins Ziel. Er stürzte an derselben Stelle, an der es im ersten Abfahrtstraining auch Dominik Paris erwischt hat.

Für die Österreicher reichte es zu keinem absoluten Spitzenergebnis, aber das Mannschaftsergebnis mit drei Fahrern in den Top 10 (Baumann 5.; Streitberger 7.; Puchner 10.) kann sich durchaus sehen lassen. Auch Bode Miller bestätigte heute seinen Aufwärtstrend und landete auf dem 8. Platz.

Morgen geht es hier in Gröden mit dem Abfahrt weiter. Wir kommen das Rennen auf www.saslong.org ab 11.30 Uhr wieder live, der erste Läufer startet um 12.15 Uhr.