Gröden verabschiedet sich von „seinem“ Renndirektor

Ausgerechnet in seinem letzten Jahr als FIS-Renndirektor musste Helmuth Schmalzl wegen der prekären Schneebedingungen in Gröden Sonderschichten bei den Pistenkontrollen einschieben. Die Überstunden haben sich gelohnt, heute war die Saslong in einem perfekten Zustand. Zum Abschied gab es für Schmalzl, aber nicht nur ein Rennen mit besten Pistenbedingungen, sondern auch ein besonderes Abschiedsgeschenk von den Organisatoren.

Schmalzl und Saslong: diese beiden Begriffe gehören zusammen. Der 64-jährige Helmuth Schmalzl startete beim ersten Weltcuprennen auf der Saslong im fernen Jahr 1969, stürzte sich auch bei der WM als Rennläufer über die Kamelbuckel, war dann Sicherheitschef der Grödner Weltcuppiste und hatte schließlich in den vergangenen 15 Jahren als FIS-Renndirektor mit der Saslong zu tun.
Heute Abend hatte Schmalzl bei der Mannschaftsführersitzung seinen letzten offiziellen Auftritt in Gröden. Unglaublich, aber wahr: Schmalzl hat in seiner langen Karriere noch nie an einer dieser Sitzungen teilgenommen. „Besser spät als nie“, meinte Schmalzl nur. Rainer Senoner, der Grödner Rennleiter, verabschiedete sich im Namen der Veranstalter und bedankte sich für die Unterstützung, die Schmalzl seinen Landsleuten auch in seiner Funktion als FIS-Renndirektor gewährte: „Helmuth ist Grödner, war bei WM als Fahrer dabei, hat beim Weltcupfinale 1975 Skigeschichte geschrieben und hat als Renndirektor in den vergangenen Jahren ausgezeichnet mit uns zusammengearbeitet. Dafür sind wir ihm zu großen Dank verpflichtet.“ Als Abschiedsgeschenk gab es ein neues Paar Tourenski. Was es mit diesem Geschenk auf sich hat, erklärte Schmalzl selbst: „Nachdem ich mich bei Rainer Senoner darüber aufgeregt habe, dass ich mir bei den Schneekontrollen aufgrund der geringen Schneemenge meinen Skibelag zerkratzt habe, hat sich Rainer jetzt mit einem neuen Paar Ski revanchiert.“

Als FIS-Renndirektor war Schmalzl hauptsächlich für die Vorbereitung und die Kurssetzung von Abfahrtsrennen im Weltcup sowie bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften zuständig. Nachfolger von Schmalzl wird der ehemalige Abfahrtsweltmeister Hannes Trinkl. Trinkl war heuer schon an der Seite von Markus Waldner in Gröden mit dabei.