Superschneller Super G geht an superschnellen Jansrud

saslong.org/wisthaler.com

saslong.org/wisthaler.com

Vier Siege und zwei zwei zweite Plätze in den bisherigen sechs Speedrennen: Kjetil Jansrud (NOR) dominiert die schnellen Disziplinen im Skiweltcup derzeit fast nach Belieben. Auch beim extrem schnellen, abfahrtsähnlichen Super G auf der Saslong hat der Elch der Konkurrenz keine Chance gelassen. Zwischen ihm und dem Zweiten Dominik Paris (ITA) legte er 0,46 Sekunden, während Paris und den Achten Romed Baumann (AUT) gerade einmal 0,37 Sekunden trennten.

Gestern bei der Abfahrt musste sich Kjetil Jansrud mit Platz zwei „begnügen“ und dem ausgesprochenen Gröden-Abfahrts-Spezialisten Steven Nyman (USA) den Vortritt lassen, heute im Super G rückte der Norweger die Kräfteverhältnisse der bisherigen Saison wieder zurecht und wies die Konkurrenz eindrucksvoll in die Schranken.

Jansrud war auf dem extrem schnell gesteckten Super-G-Kurs auf der Saslong von oben bis unten der Schnellste und erwischte alle Schlüsselstellen von der Mauer über der Ciaslat-Wiese bis hin zur Einfahrt in den Zielschuss am besten. Im Ziel hatte Jansrud 0,46 Sekunden Vorsprung auf den Südtiroler Dominik Paris. 0,46 Sekunden mögen nicht viel erscheinen, aber wenn man die 0,37 Sekunden Abstand zwischen Paris und dem Achten Romed Baumann (AUT) betrachtet, dann erahnt man, wie stark Jansrud heute gefahren ist.

Dominik Paris, der sich vom reinen Abfahrts-Spezialisten immer mehr auch zu einem Top-Super-G-Fahrer entwickelt (bisher in allen sechs Speedrennen unter den Top 5), bestätigte seinen gestrigen Podestplatz. Platz 2 ist übrigens das beste Karriereergebnis von Paris im Super G. Der schnelle Kurs kam dem 25-Jährigen aus Ulten sehr entgegen und es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis Paris seinen ersten Weltcupsieg im Super G feiern kann. Zur Erinnerung: In der Abfahrt hat Paris bereits drei Weltcuperfolge zu Buche stehen.

Neben Paris sorgten mit Christof Innerhofer (5.) und Matteo Marsaglia (7.) für ein ausgezeichnetes Mannschaftsergebnis der „Azzurri“. Während Platz 5 für Innerhofer  ein positives Signal nach seinen Rückenproblemen darstellt, wäre für Marsaglia heute wohl noch deutlich mehr drinnen gewesen. Der Italiener, der das Rennen mit der Startnummer 1 eröffnet hatte, lag in der Ciaslat-Wiese schon auf dem Boden, er konnte einen Ausfall gerade noch vermeiden, aber ein Spitzenergebnis schien mit diesem Patzer in weiter Ferne. Wie man sich täuschen kann...

Neben den Fahrern der italienischen Mannschaft, lieferten heute auch die Österreicher ein starkes Teamergebnis ab. Vier Fahrer konnten sich in den Top ten platzieren und damit das schwache Ergebnis bei der gestrigen Abfahrt vergessen machen. Bester Österreicher war Routinier Hannes Reichelt auf Platz 3, für eine kleine Überraschung sorgte hingegen der 23-jährige Vincent Kriechmayr (AUT), der als einer der wenigen Fahrer nach der Spitzengruppe vorne hineinfahren konnte und auf Platz 4 landete.