OK-Chefin Demetz: Beharrlichkeit hat sich gelohnt

Zwei spannende und spektakuläre Rennen auf einer perfekten Piste: Das ist das Fazit der Weltcuprennen 2014 in Gröden. Hinter diesem Satz steckt  wegen der fehlenden Schneefälle und der hohen Temperaturen aber so viel Arbeit wie kaum einmal in fast 50 Jahren Weltcup auf der Saslong. "Die Situation war kritisch, aber wie haben nie ans Aufgeben gedacht. Dafür sind wir belohnt worden", so OK-Chefin Stefania Demetz.

Ein hartes Stück Arbeit steckte heuer hinter den beiden Weltcuprennen auf der Saslong. In sage und schreibe drei Nächten musste die über drei Kilometer lange Piste unter dem Langkofel eingeschneit werden. Noch in der Rennwoche machten den Organisatoren die hohen Temperaturen zu schaffen, so dass die Abfolge der Rennen vertauscht und ein Abfahrtstraining gestrichen werden musste. Die Vorbereitungs- und die Pistenarbeiten waren ein Rennen gegen die Zeit, das aber nach den beiden eigentlichen Rennen am Freitag und Samstag vergessen war. Sowohl die Abfahrt als auch der Super G waren spektakulär und spannend, vom Schneemangel war spätestens nach der Abfahrt am Freitag keine Rede mehr. Im Gegenteil: Beim Super G war die Piste in einem exzellenten Zustand und ließ ein Rennen zu, wie es Gröden in dieser Disziplin wohl noch nie gesehen hat.

Stefania Demetz, die Chefin des Grödner Organisationskomitees, war nach dem Kraftakt in den vergangenen Wochen  im wahrsten Sinne des Wortes erleichtert und lobte den großen Zusammenhalt im OK: „Dass trotz aller Schwierigkeiten niemand auch nur einen Augenblick ans Aufgeben gedacht hat, ist beeindruckend. Alle waren zu jedem Zeitpunkt überzeugt, dass wir bis zum Renntag alle Probleme aus der Welt schaffen können. Ob Schneemangel bei den Kamelbuckeln, Programmänderung oder Streichung des zweiten Trainingslaufs: alle Mitarbeiter haben sich immer wieder auf neue Situationen eingestellt und sie gemeistert. Das macht mich stolz.“

Die Kirsche auf der Sahnetorte waren für Stefania Demetz die guten Ergebnisse der „Azzurri“: „Wir haben alles dafür getan, dass die Piste in einem guten Zustand ist und die Rennläufer haben sich mit  tollen Platzierungen bedankt.“

Athleten, Trainer und Medien waren alle überrascht über den guten Pistenzustand und brachten dies immer wieder zum Ausdruck. „Es ist natürlich sehr schön, wenn man für die Arbeit, die wir alle geleistet haben, Lob aus aller Munde zu hören bekommt. Die Abfahrt etwa war alles andere als leicht für die Läufer, besonders die Kamelbuckel waren heuer schön aggressiv. Aber genau deshalb war das Rennen heuer so fesselnd. Gerade in einer so herausfordernden Auflage wie der heurigen hat die Saslong ihre ganze Schönheit gezeigt“, so die OK-Chefin.