Rettungsdienst

Die Rennläufer wähnen sich auf der Saslong sicher. Sie wissen, dass sie selbst in Notfällen in besten Händen sind. Der Rettungsdienst auf der Herrenabfahrt in Gröden ist hochprofessionell organisiert und funktioniert vorbildlich. Dies auch dank der langjährigen Erfahrung ihres Einsatzleiters Othmar Prinoth, dem grödner Bergführer und Leiter der internationalen Technischen Kommission der Bergführervereinigung (IVBV). Prinoth hat die Koordinierung der Rettungseinsätze auf der Saslong im Jahr 1999 übernommen und neu organisiert.

Dem Rettungsdienst liegt ein detaillierter Einsatzplan zugrunde. "Wir haben fünf Notsituationen vorgesehen" sagt der Experte, der nichts dem Zufall überlassen will.
Notfall 1: sieht den Sturz des Athleten vor.
Notfall 2: sieht den Sturz des Athleten mit zusätzlicher Involvierung anderer Personen (Streckenposten, Zuschauer...).
Notfall 3: ist im Fall von gleichzeitigen Stürzen mehrerer Athleten vorgesehen. Dies tritt meist dann ein, wenn der Start in geringen Zeitabständen erfolgt (60 bzw. 30 Sekunden Takt).
Notfall 4: sieht die Verletzung beteiligter Personen vor (z.B: Fotograf rutscht in die Piste hinein).
Notfall 5: allgemeine medizinische Notfälle. Insgesamt 75 Retter stehen während der "Saslong Classic" im Dauereinsatz, darunter Bergretter, Ärzte (7), Träger, Piloten und Pfleger. Folgenden Organisationen stehen zur Verfügung: Landesnotrufzentrale 118 (Weißes- und Rotes Kreuz), Luftrettung "Aiut Alpin Dolomites", Carabinieri, Bergrettungsdienst Gröden.

Die Mitglieder des Rettungsdienstes sind in mehrere Mannschaften unterteilt. 14 davon leisten ihren Dienst längs der Strecke. Im Normalfall sind sie aus drei Personen zusammengesetzt (2 Träger und 1 Bergrettungsmann). Die Rettungsmannschaften, die an den Schlüsselstellen Looping, Socherz-Mauer, Kamelbuckel, Ciaslat und Ziel posizioniert sind, verfügen zusätzlich über einen Arzt. Die Rettungsmannschaften werden von drei Ambulanzen und zwei Helikoptern unterstützt. Einen Helikopter (Ecureuil AS 350) stellt der "Aiut Alpin Dolomites" zur Verfügung,einen zweiten (AB 412) stellen die Carabinieri und ein dritter Hubschrauber ist, im Falle einer Rennunterbrechung, für denTransport der Athleten zum Start vorbehalten.
Der Koordinator des Rettungsdienstes leitet den Einsatz von der Kabine im Zielhaus aus. Dort stehen ihm vier Monitore zur Verfügung auf denen er das Renngeschehen genauestens verfolgt und die treffenden Entscheidungen einleiten kann.