Das Pistenkommando auf der „Saslong“

Das Pistenkommando auf der Saslong:
Wenn die Spannung am Renntag zum Schneiden ist, die Athleten neuen Bestzeiten hinterherjagen und die Zuschauer toben, dann haben sie ihre Arbeit bereits erledigt. Gemeint sind jene Fachleute, die seit Anfang Oktober im Einsatz sind, um die "Saslong" auf ihren Weltcupeinsatz vorzubereiten.

Angeführt wird die Gruppe von Rainer Senoner, dem neuen technischen Leiter der "Saslong Classic Club-Rennen". Der Wolkensteiner hat die verantwortungsvolle Aufgabe von OK-Präsident Erich Demetz übernommen. Senoner ist für all das verantwortlich, was mit der Strecke zu tun hat. In seinen Kompetenzbereich fällt die Koordinierung der Sicherheitsanlagen, die Pistenpräparierung, der Streckenaufbau, das Zielstadion, die Zeitnehmung, die Rettung, der Kriseneinsatz und weitere Dienstleistungen. Für jeden einzelnen Bereich gibt es wiederum einen Verantwortlichen.

Neuer Streckenchef ist Horst Demetz, der sich um die Instandhaltung und Präparierung der Strecke kümmert. Während des Sommers führt er mit seinen Mitarbeitern Aufräumarbeiten durch, begleitet die Sanierung des Geländes und koordiniert, zusammen mit 30 Alpinihelfern, die Vorbereitungsarbeiten für den Weltcup. Der junge Wolkensteiner ist in die Fußstapfen seines Onkels Nando Rudiferia getreten,der jetzt als Vertreter des Organisationskomitees in der Jury sitzt.

Vinzenz Runggaldier (de Poza) ist für die Sicherheitsvorrichtungen zuständig. In diesem Jahr wurden rund 50 Prozent der gesamten Sicherheitsnetze erneuert. Runggaldier ist mit der Aufgabe vertraut, die Netze nach Anweisungen der Sicherheitsbeauftragten der FIS Günther Hujara und Helmuth Schmalzl, anzubringen. Insgesamt wurden in diesem Jahr fast 5 Kilometer Sicherheitsnetze montiert. Das sind rund 4 Kilometer mehr als noch vor 12 Jahren.

Hans Bacher kümmert sich um die Pistenpräparierung. Mit drei Pistenfahrzeugen verteilt er etwa 50.000 Kubikmeter Schnee auf der 3,5 Kilometer langen Rennstrecke. Ein Pistenfahrzeug ist mit einer Seilwinde ausgestattet, um die steilen Socherz-Mauern zu bearbeiten. "Es braucht ein geübtes Auge, um die vielen Kurven und Sprünge richtig zu präparieren" sagt Bacher.

Toni Gräber ist für die Gestaltung und Organisation des Zielstadions verantwortlich. Absperrungen, Eingrenzungen, Podium für die Preisverteilung... all dies fällt unter seine Aufsicht.

Die Koordinierung der Rettungseinsätze obliegt Othmar Prinoth. Von einer Kabine im Zielraum überwacht er über einen Monitor das gesamte Renngeschehen. Bei eventuellen Notfällen entscheidet er über den Einsatz der verschiedenen Rettungsmannschaften. Eventuelle Kriseneinsätze werden von den Freiwilligen Feuerwehren St.Ulrich, St.Christina, Wolkenstein
und Runggaditsch unter der Leitung von Hanspeter Perathoner koordiniert. Wenn es beispielsweise in der Nacht vor dem Rennen stark schneit, dann stehen rund 40 Wehrmänner zur Verfügung, um den Schnee aus der Piste zu räumen. Zudem versieht die Freiwillige Feuerwehr den Ordnungsdienst während der Weltcupveranstaltung.