Skifest mit neuem Siegergesicht

Es hat alles gepasst: Hochspannendes Rennen mit ständigem Führungswechsel, mehr als 2000 Zuschauer und eine Bombenstimmung – Gröden hat sich heute von seiner besten Seite gezeigt.
Auf dem erst zweiten Super-G auf der Saslong setzte sich wie schon beim ersten im Jahre 1983 ein Schweizer durch. Sieger Didier Defago zitterte jedoch bis zum Schluss. „Ich bin sehr nervös.“, kommentierte er das für ihn ungewohnte Gefühl in Führung zu liegen. Es war Defagos erster Weltcup-Sieg.
Die Überraschung des Rennens war der Österreicher Hannes Reichelt. Für ihn scheint Südtirol ein guter Boden zu sein. Vor zehn Tagen hat er nämlich in St. Vigil in Enneberg einen Europacup-Riesentorlauf gewonnen. Der heutige zweite Platz war sein bestes Ergebnis im Weltcup.
„Ich bin müde“, sagte der Liechtensteiner Marco Büchel nach dem Rennen. Er stellte deshalb auch seinen Start in der morgigen Abfahrt in Frage. „Ich habe in den letzten Wochen viel trainiert.“ Seine Konzentration gilt dem Riesenslalom vom Sonntag in Alta Badia.
Der beste aus der italienischen Mannschaft, Arnold Rieder, wurde 17. „Ich bin gut drauf, deshalb hab ich mich auch entschieden, diesen Super-G zu fahren“, freute er sich nach dem Rennen. Es war der erste Weltcup-Super-G seiner Karriere.