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Die Grödner Kandidatur für die Alpine Ski-WM 2029 nimmt immer mehr Form an

30.03.2022

Im Rahmen eines informellen Treffens wurden Landeshauptmann Arno Kompatscher, sowie Roland Demetz, Christoph Senoner und Tobia Moroder – Bürgermeister der drei Gemeinden Grödens – vom Präsidenten des italienischen Wintersportverbandes FISI, Flavio Roda, und dem Präsidenten des Saslong Classic Club, Rainer Senoner, über den Zeitplan und die Inhalte der Kandidatur für die Alpinen Ski-Weltmeisterschaften 2029 auf den neuesten Stand gebracht. Gröden möchte die Titelkämpfe in sieben Jahren in der Gastgebergemeinde Wolkenstein zum zweiten Mal nach 1970 austragen.

Das Grödner Organisationskomitee richtet seit 1969 nahezu ununterbrochen Weltcuprennen aus und wird weltweit als ein Best-Practice-Beispiel angesehen. Nun möchte sich der Saslong Classic Club der Herausforderung einer Ausrichtung Alpiner Skiweltmeisterschaften stellen und hat im September 2021 bei einer Abstimmung auf nationaler Ebene als Sieger gegen Mitstreiter Sestriere einen ersten, wesentlichen Schritt gesetzt.

„Wir sind uns der großen Verantwortung bewusst, die eine WM-Kandidatur mit sich bringt. Unser Ziel ist es, ein internationales Sportfest auszurichten, bei dem die weltbesten Athletinnen und Athleten unter der höchstmöglichen Sicherheit ihr Können zeigen und spannende Sportmomente erleben können. Großes Augenmerk legen wir dabei auf die Verträglichkeit. Wir möchten nachkommenden Generationen ein positives Erbe hinterlassen – so, wie es die Pioniere von 1970 uns überlassen haben“, sagte Rainer Senoner, Präsident des Saslong Classic Club, am Dienstagnachmittag im Rahmen des informellen Treffens mit Landeshauptmann Arno Kompatscher, dem Präsidenten des italienischen Wintersportverbandes Flavio Roda und den Bürgermeistern der Gemeinden Grödens Roland Demetz, Christoph Senoner und Tobia Moroder. Am Treffen nahmen außerdem zwei wichtige Partner der Kandidatur teil: für Dolomites Val Gardena Ambros Hofer (Präsident), Ezio Prinoth und Christoph Vinatzer, sowie für die Liftbetreiber Gröden/Seiser Alm Andreas Schenk (Präsident).

Im Respekt gegenüber Landschaft und Bevölkerung handeln
Senoner könne nachvollziehen, dass es auch kritische Stimmen gegenüber sportlichen Großveranstaltungen gibt. „Dies ist aufgrund der letzten Erfahrungen bei den Olympischen Spielen in Peking oder den Fußballweltmeisterschaften in Katar verständlich. Wir machen es uns deshalb zur Aufgabe im Respekt gegenüber der einzigartigen Landschaft inmitten des Dolomiten UNESCO Welterbes und gegenüber unserer Bevölkerung zu handeln“, fuhr Senoner fort.

Landeshauptmann Arno Kompatscher und Landesrat Daniel Alfreider, der seine geplante Teilnahme aufgrund eines kurzfristig angefallenen Termins absagen musste, begrüßen allgemein Sportveranstaltungen im Land. „Südtirol ist ein Sportland mit hervorragenden Athletinnen und Athleten, mit großen Sportlegenden und nicht zuletzt herausragenden Events. Uns sind verträgliche Sportveranstaltungen ein großes Anliegen – verträglich mit der Landschaft, verträglich mit den Menschen, die in Gröden und den umliegenden Gemeinden leben“, betonte Kompatscher. Gröden verfüge sporttechnisch bereits über die notwendigen Infrastrukturen, wie etwa die Skipisten. Anpassungs- und Sanierungsmaßnahmen seien jedoch nicht ausgeschlossen.

Eine einmalige Chance für Gröden
Sowohl Landeshauptmann Kompatscher, als auch Landesrat Alfreider sehen in Alpinen Skiweltmeisterschaften in Gröden eine große Chance. Eine Chance, die das Grödner Organisationskomitee mit dem italienischen Wintersportverband FISI und somit einem starken Partner an seiner Seite in Angriff nehmen will. „Unser Zusammentreffen war sehr erfolgreich. Die Kandidatur Grödens für die Alpinen Skiweltmeisterschaften 2029 verläuft völlig nach Plan. Gröden darf sich von Seiten des italienischen Wintersportverbandes FISI der vollen Unterstützung sicher sein. Das ist eine starke Kandidatur, die von vielen Institutionen und Partnern mitgetragen wird. Ich bin überzeugt, dass Gröden bei der Vergabe ein gehöriges Wörtchen mitreden wird“, sagte Flavio Roda, Präsident des italienischen Wintersportverbandes FISI.

Die Grödner Gemeinden spielen eine wesentliche Rolle
Eine große Rolle spielen in den nächsten Jahren die Grödner Gemeinden Wolkenstein, St. Christina und St. Ulrich. „Unsere Aufgabe ist es, unterstützend dabei zu sein und vor allem die Bevölkerung aktiv mitzunehmen, damit es ein Fest des Sports und der Gemeinschaft wird. Gleichzeitig werden wir diesen Prozess im Sinne eines künftig nachhaltigen Grödnertals mitgestalten“, unterstrichen die anwesenden Bürgermeister Roland Demetz (Wolkenstein), Christoph Senoner (St. Christina) und Tobia Moroder (St. Ulrich), der ergänzte: „Nicht nur wirtschaftliche Vorteile für die verschiedenen Sektoren sollen hierbei im Vordergrund stehen. Es geht auch darum, Lebensqualität für alle Bürger zu sichern.“

Bereits auf Hochtouren laufen in Gröden die Arbeiten am umfassenden WM-Dossier. Es beinhaltet vor allem technische Details wie etwa zu den Pisten, aber auch zur Finanzierung. Dieses Dossier muss im Frühling 2023 am Sitz des Internationalen Skiverbandes FIS deponiert werden. Im Mai 2024 werden die Alpinen Skiweltmeisterschaften 2029 im Rahmen des FIS-Kongresses schließlich vergeben. Bis dahin werden Rainer Senoner und sein Team mit zahlreichen Initiativen alle Hebel in Bewegung setzen, damit Gröden bei der Abstimmung die notwendige Mehrheit erhält.

Der Weltcup kehrt im Dezember auf die Saslong zurück
Was den Skiweltcup angeht, so wird dieser im Dezember 2022 zum 55. Mal in Gröden seine Zelte aufschlagen. Am Freitag, 16. Dezember findet der Super-G statt, ehe das große Sportspektakel am Samstag, 17. Dezember traditionsgemäß mit der klassischen Abfahrt abgeschlossen wird.