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Drücken die Super-Elche auch der 54. Saslong Classic ihren Stempel auf?

14.12.2021

Im Zuge der Corona-Pandemie musste die Menschheit lernen, dass es keine Gewissheiten mehr gibt und sich gewohnte Dinge innerhalb von wenigen Tagen, ja teils sogar Stunden, schlagartig ändern können. Eines ist jedoch nach wie vor fix: Am letzten Wochenende vor Weihnachten gastiert der Skiweltcup in Gröden. Daran konnte und kann auch ein kleines Virus nichts ändern, das die Welt seit mittlerweile fast zwei Jahren in Atem hält.

Die Alpinen Skirennläufer haben in der Saison 2021/22 ein absolutes Highlight vor sich. Es handelt sich natürlich um die Olympischen Winterspiele, die im Februar 2022 in Peking sattfinden werden. Und deshalb kommt auch den verschiedenen Weltcuprennen in diesem Winter eine besondere Bedeutung zu. Das ist auch bei den legendären Klassikern auf der Saslong nicht anders, die am Mittwoch, 15. Dezember mit dem ersten Abfahrtstraining offiziell beginnen und nur einen Tag später mit dem zweiten Probelauf fortgesetzt werden. Dabei werden die Skistars wie gewohnt die schnellste Linie über die Schlüsselstellen suchen, wie die Sochers-Mauern, die Kamelbuckel und die Ciaslat-Wiesen.

Am Freitag, 17. Dezember geht mit dem Super-G das erste Rennen über die Bühne, bevor das spektakuläre Renngeschehen in Gröden am Samstag, 18. Dezember mit der klassischen Abfahrt abgeschlossen wird. Was das sportliche Programm angeht, setzen die engagierten Veranstalter vom Saslong Classic Club in Abstimmung mit dem internationalen Skiverband FIS sowie Rechteinhaber Infront nach wie vor auf Bewährtes. 


Kilde plant den nächsten Streich
Auch bei der Frage nach dem Top-Favoriten ist die Antwort schnell gefunden. Der Mann, den es wahrscheinlich zu schlagen gilt, ist Aleksander Aamodt Kilde. Der 29-jährige Norweger hat im vergangenen Dezember Grödner Skigeschichte geschrieben. Erst als zweiter Rennfahrer konnte Kilde an ein und demselben Wochenende Abfahrt und Super-G auf der Saslong gewinnen. Ein Kunststück, das außer ihm nur seinem norwegischen Landsmann Aksel Lund Svindal geglückt ist. Das war im Dezember 2016. Neben Kilde und Svindal gibt es noch drei weitere Legenden, die in Gröden in beiden Speed-Disziplinen auf dem höchsten Siegertreppchen gestanden haben: Pirmin Zurbriggen (Schweiz), Lasse Kjus (Norwegen) und Michael Walchhofer (Österreich) – allerdings nicht im selben Jahr.

Dass die Saslong in jüngster Zeit eine Norweger-Strecke ist, das ist kein Geheimnis. Seit 2012 war jedes Jahr in mindestens einem der beiden Speed-Bewerbe ein Athlet aus dem hohen Norden nicht zu schlagen. Einzige Ausnahme war der Dezember 2019, als der Österreicher Vincent Kriechmayr nach Wetterkapriolen den wahrscheinlich am längsten dauernden Super-G der Skigeschichte gewann und die Abfahrt tags darauf wegen anhaltender Schnee- und Regenfälle abgesagt werden musste.

Österreich liegt in den Statistikbüchern vorne
Auch die nackten Zahlen der jüngsten Gröden-Rennen lügen nicht: Von den letzten 17 Bewerben gingen deren elf mit einem Sieg von Aleksander Aamodt Kilde und Co. zu Ende, im Super-G triumphierten die Skandinavier sogar in sieben der letzten neun Rennen. Besonders in Szene setzten sich die Norweger im Jahr 2015, als sie im Super-G alle drei ersten Plätze belegten – ein Ergebnis, das zuvor nur der Ski-Nation Österreich 2004 gelungen war.

Die ÖSV-Rennläufer sind es auch, die in den dicken Statistikbüchern der Saslong die Nase vorn haben. 18 Abfahrtssiege gingen seit den ersten Weltcuprennen 1969 auf ihr Konto, wobei der legendäre Franz Klammer gleich vier Mal auf der Grödner Abfahrtsstrecke triumphierte und gemeinsam mit dem „Azzurro“ Kristian Ghedina Rekordsieger in der „Königsdisziplin“ ist. Auf 14 Triumphe kommt die Schweiz, deren erfolgreichster Athlet auf der Saslong Peter Müller mit drei Siegen ist. Drei Abfahrtssiege gehen auch auf das Konto des US-Amerikaners Steven Nyman, der es im „zarten“ Alter von 39 Jahren immer noch wissen will und auch in dieser Saison am Start stehen wird.

Der letzte Sieg eines „Azzurro“ liegt übrigens schon 13 Jahre zurück. 2008 konnte Werner Heel den Super-G bei seinen Heimrennen für sich entscheiden. Vielleicht schlägt ja ausgerechnet heuer die große Stunde für die Rennläufer der italienischen Nationalmannschaft um Dominik Paris, Christof Innerhofer & Co. Die vielen heimischen Skifans hätten mit Sicherheit nichts dagegen.