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Florian Schieder & Alexander Prast: Nur Zuschauer statt Starter

14.12.2021

Wenn am 15. Dezember mit dem ersten Training der Startschuss für das Weltcup-Wochenende in Gröden fällt, dann werden zwei Südtiroler Speed-Spezialisten nur als Zuschauer dabei sein können. Denn der Verletzungsteufel hat bei Florian Schieder und Alexander Prast besonders hart zugeschlagen und beide zu einer langen Pause gezwungen.

Dabei wäre Florian Schieder schon so nah am Comeback gewesen. Der 25-Jährige aus Kastelruth hat sich bei den Ski-Weltmeisterschaften im Februar in Cortina d‘Ampezzo das vordere Kreuzband im linken Knie gerissen und außerdem einen Knorpel- und Meniskusschaden davongetragen. Davon hat sich Schieder wieder erholt, die Reha verlief optimal, auch die ersten Trainings auf den Ski waren erfolgreich. Doch bei seiner Rückkehr auf die langen Abfahrtsski bemerkte er, dass etwas nicht stimmte. Diagnose: Im linken Knie war der Knorpel schwer beschädigt, Schieder musste wieder unter das Messer.

„Ich wurde im Oktober in Innsbruck operiert. Seitdem baue ich wieder Kraft und Stabilität auf, da liegt jetzt jede Menge Arbeit vor mir“, erzählt Schieder. Die Saison 2021/22 war für ihn schon gelaufen, bevor sie angefangen hat. „Zurück auf die Ski komme ich wohl erst im Herbst 2022“, sagt er. „Bis dahin muss ich viel Zeit in den Wiederaufbau investieren.“ Einen Abstecher zum Weltcup ins Grödner Tal gönnt sich Schieder aber trotzdem. „Das Wochenende werde ich mir schon frei nehmen können“, schmunzelt er.

Ein Totalschaden mit Folgen
Der Leidensweg des Alexander Prast ist etwas länger als jener von Schieder. Der 25-jährige Bozner erlitt beim Weltcup-Super-G 2020 in Val d’Isere einen Totalschaden im rechten Knie. Beide Kreuzbänder, beide Außenbänder, beide Menisken und die Fibula-Sehne waren hin, außerdem der Schienbeinkopf zertrümmert. Nach der ersten Operation kam das sogenannte Kompartmentsyndrom im Oberschenkel hinzu (Mangelnde Blutversorgung in Muskeln und Nerven) – Prast musste zwischendurch sogar auf die Intensivstation verlegt werden. Weitere sieben Operationen kamen seitdem dazu. Mittlerweile steckt der in Terlan wohnhafte Prast mitten in der Reha.

„Die absolviere ich in Innsbruck. Im Moment liegt der Fokus auf dem Muskelaufbau, der Beweglichkeit und der Stabilität“, erzählt Prast. Sein Comeback auf den Ski könnte aber schon bald passieren. „Das ist natürlich schwer zu sagen. Aber wenn alles optimal verläuft, dann darf ich vielleicht sogar im Jänner in der Freizeit ein wenig Skifahren“, freut er sich. Als Zuschauer wird auch er voraussichtlich in Gröden aufkreuzen. „Ich denke schon, Gröden ist schließlich immer etwas Besonderes.“