„Habe das Glück, dass die Hundertstel aktuell auf meiner Seite sind“
Während bei der Sprint-Abfahrt vor allem Jubiläumssieger Marco Odermatt die Schlagzeilen dominierte, setzte auch die italienische Speed-Mannschaft mit einer starken Teamleistung ein Ausrufezeichen. Wir haben nach dem Rennen die Stimmen der Protagonisten gesammelt.
Marco Odermatt (SUI | 1. Platz): „Ich genieße den Flow, den ich derzeit habe, und hoffe natürlich, dass es so weitergeht. Aktuell habe ich auch das Glück, dass die Hundertstel auf meiner Seite sind – das war heute wieder der Fall. Meine Fahrt war vielleicht nicht ganz perfekt, aber es ist mir gelungen, die Geschwindigkeit vom Start bis ins Ziel hochzuhalten. Das war am Ende wohl entscheidend.“
Franjo von Allmen (SUI | 2. Platz): „Ich habe den Start leider nicht optimal erwischt, der restliche Lauf hat aber sehr gut gepasst. Den zweiten Platz nehme ich gerne mit. Marco ist der Sieg absolut zu gönnen – er hilft uns Teamkollegen mit seinen starken Leistungen immer weiter und sorgt dafür, dass wir uns gegenseitig pushen.“
Dominik Paris (ITA/Ulten | 3. Platz): „Meine Fahrt war nicht einwandfrei, aber sicher ganz gut – deshalb bin ich super happy. Die Einfahrt in die Ciaslat habe ich nicht optimal erwischt, dort hat das Timing nicht ganz gepasst und ich habe wohl zwei bis drei Zehntel liegen gelassen. Im oberen Streckenabschnitt war ich sehr schnell. Da die Abfahrt am Samstag noch einmal länger ist als heute, kann ich dort sicher noch Zeit gutmachen. In Gröden muss man in jedem Abschnitt eine hohe Geschwindigkeit haben – verliert man einmal ein paar km/h, holt man das bis ins Ziel kaum mehr auf.“
Florian Schieder (ITA/Kastelruth | 6. Platz): „Ich hatte von Beginn an ein gutes Gefühl bei meiner Fahrt. Einzig in der Ciaslat war ich etwas zu vorsichtig – diesen Abschnitt muss ich mit noch mehr Mut und Überzeugung fahren. Insgesamt bin ich aber sehr zufrieden. Besonders schön ist, dass wir als Mannschaft ein so gutes Ergebnis erzielt haben. Jetzt freue ich mich riesig auf Freitag und Samstag: Ich hoffe, dass viele Leute kommen und wir im Zielstadion gemeinsam jubeln können.“
Mattia Casse (ITA | 7. Platz): „Ich habe heute sicher einen Schritt nach vorne gemacht, auch wenn sich ein paar Fehler in meine Fahrt eingeschlichen haben. Insgesamt war der Lauf aber recht solide. Die Geschwindigkeit ist da, das gibt mir viel Zuversicht für die kommenden Rennen. Auf der Saslong muss man immer ans Limit gehen – das werde ich in den nächsten Tagen auch tun.“
Christof Innerhofer (ITA/Gais | 11. Platz): „Das Alter ist für mich nur eine Zahl – ich fühle mich noch lange nicht so alt, wie ich bin. Dass ich immer noch im Weltcup dabei bin, zeigt, dass ich körperlich fit bin und mithalten kann. In Amerika lag ich mit dem Set-up noch komplett daneben, danach habe ich viel ausprobiert und angepasst. Jetzt passen Gefühl und Speed wieder. Es war richtig cool, mit einer hohen Startnummer mitten unter den ,jungen Wilden‘ zu fahren. Dort will jeder nach vorne – diesen Biss hautnah zu spüren, taugt mir enorm. Dieses Ergebnis tut mir richtig gut.“