„Heute war es nicht ganz einfach“
Beim ersten Abfahrtstraining auf der Saslong standen neben Marco Odermatts Traumlauf vor allem die schwierige Sicht im oberen Streckenabschnitt sowie die Sprünge bei den Kamelbuckeln im Fokus. Wir haben uns darüber mit den Südtiroler Aushängeschildern Dominik Paris und Florian Schieder kurz unterhalten.
Paris, der das Training an dritter Stelle beendete, sprach von anspruchsvollen, aber grundsätzlich bekannten Verhältnissen: „Die Piste ist eigentlich wie immer – dass diese Bedingungen mir nicht unbedingt entgegenkommen, ist kein Geheimnis. Ich versuche aber, mich anzupassen und auch bei diesen Verhältnissen gut Ski zu fahren.“
Vor allem im oberen Teil sei es laut Paris schwierig gewesen: „Die Sicht war nicht einfach, es gab viele Wellen, da hat es mich zweimal richtig zusammengestaucht. Dass mehrere Vorläufer zu Sturz gekommen sind, bringt natürlich eine gewisse Unsicherheit mit sich. Insgesamt ist die Piste aber sehr schön und ich bin mit meinem Lauf zufrieden.“
Auch für Schieder verlief das erste Training nicht ganz reibungslos. „Es war heute nicht einfach, vor allem wenn man am Start hört, dass einige Vorläufer nicht ins Ziel gekommen sind. Oben hat es stark geschneit und die Sicht war schwierig. Beim Fahren selbst ist es dann aber besser gegangen als erwartet“, so der Kastelruther, der mit seinem zwölften Platz gut leben konnte.
Im Zielbereich tauschten sich mehrere Athleten intensiv über die Verhältnisse auf der Piste aus – darunter auch Paris und der Trainingsschnellste Marco Odermatt. Thema waren unter anderem die Kamelbuckel. „Wir Athleten haben im Ziel diskutiert, weil wir bei den Kamelbuckeln aktuell nicht leicht über den dritten Sprung hinauskommen. Es gibt noch offene Fragen zur Anfahrt und zur Geschwindigkeit. Hier braucht es eine Lösung, die für alle passt. Ich bin aber zuversichtlich, dass die Situation bis zum nächsten Training geklärt ist“, erklärte Paris.
Schieder sieht bei den Kamelbuckeln ebenfalls etwas Luft nach oben: „Ich denke, dort kann man sicher noch an den Details arbeiten. Wenn diese Feinarbeit gemacht ist, können wir morgen ein weiteres gutes Training absolvieren.“
Das zweite Abfahrtstraining ist am Mittwoch für 10.30 Uhr angesetzt.