Kilde ist zurück auf der Saslong
Drei Abfahrtssiege und zwei Super-G-Erfolge kann Aleksander Aamodt Kilde bisher auf der Saslong verbuchen. Den Norwegern scheint die Weltcuppiste in Gröden ohnehin besonders zu liegen: Insgesamt stand Landsmann Aksel Lund Svindal sieben Mal hier auf dem Podest, und im Jahr 2015 bestand das Super-G-Podest sogar ausschließlich aus norwegischen Fahrern – mit Aksel Lund Svindal, Kjetil Jansrud und Aleksander Kilde.
Kein Wunder also, dass Kilde immer wieder gerne nach Gröden reist. „Wenn ich über Gröden spreche, werde ich emotional, weil ich diesen Ort einfach mag. Im Vorjahr konnte ich verletzungsbedingt nicht dabei sein. Umso mehr freue ich mich heuer auf die Rennen“, sagt Kilde im Interview. Nach fast 700 Tagen verletzungsbedingter Pause – Kilde war beim Weltcuprennen in Wengen am 13. Januar 2024 schwer gestürzt – feierte er Ende November in Copper Mountain beim Super-G sein Comeback. Ein sehr emotionales im Übrigen, das er mit einem Platz in den Top 25 krönte.
Im Ziel war ihm die Erleichterung deutlich anzusehen – und vor allem die Freude darüber, endlich wieder Rennen fahren zu können. Denn dies war zwischenzeitlich alles andere als selbstverständlich: Probleme an der Schulter, Entzündungen und mehrere Operationen haben ihn in den vergangenen zwei Jahren begleitet. „Ich kann es kaum erwarten“, sagt der norwegische Speed-Spezialist. „Meinen ersten Podestplatz feierte ich auf der Saslong. Die Menschen sind unglaublich freundlich, die Piste bestens präpariert, die Bedingungen einfach jedes Jahr großartig.“ Auch wenn Kilde ohne große Erwartungen in diese Weltcupsaison startet, zählt für ihn vor allem eines: „Ich hoffe einfach, wettbewerbsfähig zu sein und Schritt für Schritt wieder im Weltcup anzukommen. Mehr wünsche ich mir nicht.“
Aleksander Aamodt Kilde plant, bei allen Grödner Rennen am Start zu stehen – und Sochers, die Kamelbuckel und die Ciaslat in gewohnt beeindruckender Manier zu meistern. Publikum und Organisationskomitee freuen sich, den sympathischen Norweger wieder auf der Saslong begrüßen zu dürfen – und noch mehr darüber, dass er nach dieser langen Verletzungspause wieder zurück ist.
