Saslong Classic Club / Gardena - Gröden
Str. Dursan, 106  |  I - 39047 St. Christina
Tel. +39 0471 793450
e-mail: info@saslong.org
pec: saslong@pec.it
codice destinatario: MJ1OYNU
USt-IdNr.: IT01657370217

News

Mattia Casse: „Die Saslong ist eine Strecke, auf der ich liefern kann“

18.12.2025

Der Italiener Mattia Casse verbindet mit Gröden besondere Erinnerungen. 2022 feierte der heute 34-Jährige hier sein erstes Weltcup-Podest, im Vorjahr folgte im Super-G sogar der erste – und bislang einzige – Sieg im Weltcup. Am trainingsfreien Tag haben wir mit dem „Azzurro“ auf die drei Heimrennen auf der Saslong geblickt.

Mattia, im März hast du dir beim Abfahrtstraining in Kvitfjell eine komplizierte Ellbogenfraktur zugezogen und musstest die Saison vorzeitig beenden. Wie ist deine Vorbereitung auf diesen Winter verlaufen – bist du wieder bei 100 Prozent?
Auch wenn es „nur“ der Ellbogen war: Die Aufbauphase nach der Verletzung hat viel Zeit beansprucht und war nicht ganz einfach. Ich hatte starke Schmerzen und spüre auch jetzt noch, dass mir ein paar Prozent fehlen. Da sich die Verletzung aber auf den oberen Körperbereich beschränkt, bin ich auf der Piste kaum eingeschränkt. Die Vorbereitung war insgesamt sehr gut – vor allem in Chile haben wir intensiv gearbeitet und eine solide Basis für den Winter geschaffen.

Bei den ersten drei Speed-Rennen in Übersee bist du jeweils zwischen Rang 20 und 30 gelandet. Hattest du dir insgeheim mehr erhofft?
In Amerika hatte ich schon immer meine Schwierigkeiten – heuer vielleicht noch etwas mehr als sonst. Wenn ich meine Trainingsleistungen betrachte, spiegeln die Ergebnisse sicher nicht ganz das wider, wozu ich derzeit in der Lage bin. Umso mehr freue ich mich, jetzt hier in Gröden zu sein und vor heimischem Publikum zu fahren. Heimrennen haben immer ihre eigene Dynamik – hier werden die Karten neu gemischt.

Stichwort Heimrennen: Du hast hier 2022 dein erstes Weltcup-Podest gefeiert und im Vorjahr sogar deinen ersten Sieg. Mit welcher Erwartungshaltung gehst du in die drei Rennen?
Die Saslong ist eine Strecke, die mir liegt. Entsprechend hoch ist auch meine Erwartungshaltung. In den Trainings fahre ich gut, teilweise sogar sehr gut, und fühle mich auf den Skiern sehr wohl. Ich werde voll angreifen – jetzt gilt es nämlich, die Trainingsleistungen auch in Ergebnisse umzusetzen.

Favoriten gibt es in Gröden einige, der Top-Favorit ist sicher Marco Odermatt. Traust du jemandem aus dem italienischen Team eine Überraschung zu?
In unserem Team präsentiert sich Dominik Paris aktuell in sehr guter Form und ist mit starken Ergebnissen in die Saison gestartet. Ihm ist hier alles zuzutrauen – das hat er spätestens mit seinem Abfahrtssieg vor zwei Jahren gezeigt. Marco Odermatt scheint derzeit auf jedem Untergrund schnell zu sein und holt selbst auf vermeintlich einfacheren Streckenabschnitten Zeit heraus. Gröden ist jedoch bekannt dafür, dass es immer wieder Überraschungen gibt – auch Außenseiter können hier ganz vorne landen.

Dieser Weltcup-Winter ist sicher besonders, weil mit den Olympischen Spielen zuhause ein spezielles Großereignis ansteht. Geht man mit diesem Gedanken im Hinterkopf anders in die Rennen?
Wer vor dem Start zu viel nachdenkt oder besonders vorsichtig fahren will, ist schon im Nachteil. Im Weltcup geht es darum, bei jedem Rennen ans Limit zu gehen und voll anzugreifen – alles andere muss man ausblenden. Die Olympischen Spiele sind noch ein gutes Stück entfernt, deshalb denke ich aktuell von Rennen zu Rennen. Erst gegen Ende Januar wird sich der Fokus dann ganz auf Olympia richten.