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Werner Heel, der letzte siegreiche „Azzurro“ auf der Saslong

16.12.2021

Lange ist es her, dass bei der Saslong Classic zu Ehren des Siegers die italienische Hymne gespielt wurde. Vor 13 Jahren, am 19. Dezember 2008, gewann Werner Heel den Super-G in Gröden vor Didier Defago (Schweiz) und Patrik Jaerbyn (Schweden). Ein Tag, der beim 39-jährigen Passeirer immer noch sehr präsent ist und nach wie vor Emotionen weckt.

„Das Beste ist, dass man im Laufe der Zeit immer mehr realisiert, wie schön es eigentlich ist, in Gröden zu gewinnen. Jedes Jahr, wenn die Rennen wieder vor der Tür stehen, wird man daran erinnert. Auch, weil ich der letzte Rennfahrer der italienischen Mannschaft war, der es geschafft hat. Und das ist schon cool, echt bärig“, ist Werner Heel zurecht stolz auf einen seiner insgesamt drei Weltcupsiege.

Vor zwei Jahren ist Heel in die Skipension gegangen. Aber ganz ohne Skisport kommt der Waltener nicht aus. „Nach meinem Karriereende habe ich zuerst ein Jahr pausiert, dann habe ich schon eine neue Leidenschaft gefunden. Ich bin jetzt Talent-Scout für die Skimarke Atomic – eine Arbeit, die mir sehr gut gefällt. Es lag auf der Hand, dass ich nach meiner aktiven Karriere irgendetwas in diesem Bereich mache. Ich habe so viele Erfahrungen in diesem Bereich gemacht, da muss man einfach dabeibleiben“, erzählt Heel.

Sohnemann Ben ist der neue Lebensmittelpunkt
Auch privat hat Heel seit knapp einem halben Jahr alle Hände voll zu tun. Er und seine Partnerin, die ehemalige Skirennläuferin Manuela Mölgg, sind nämlich seit dem 6. Mai Eltern des kleinen Ben. „Das hat unser Leben natürlich sehr verändert, aber im Positiven. Wir genießen die Zeit einfach, es ist immer wieder schön, nach Hause zu kommen“, schwärmt der 39-Jährige.

Mit solchen Veranlagungen kann aus dem Sohn nur ein Skifahrer werden – oder? „Mal schauen“, lacht Heel. „Wir würden es natürlich begrüßen, wenn er Sportler wird. Was er dann machen möchte, ist seine Entscheidung. Wenn er Skifahrer wird, dann werden wir natürlich versuchen, ihm mit unserer Erfahrung so gut als möglich zu helfen.

“Fest steht, dass Heel auch in diesem Jahr beim Weltcup in Gröden vor Ort sein wird. „Ja logisch! Ich habe mich schon angemeldet“, gibt der Olympia-Vierte des Super-G in Vancouver 2010 zu Protokoll. Heel sieht in diesem Jahr die Amerikaner und die Norweger in der Favoritenrolle. „Sie waren hier immer schon schnell. Besonders gespannt bin ich auf Aleksander Aamodt Kilde, der trotz seiner schweren Verletzung einen herausragenden Saisonstart hinter sich hat.“ Auch den heimischen Athleten traut er einiges zu. „Vielleicht ist dieses Jahr ja der Moment gekommen und ein anderer ‚Azzurro‘ löst mich ab. Wir werden sehen…“, freut sich Heel.