Saslong Classic Club / Gardena - Gröden
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News

Zeitreise auf der Saslong

17.12.2025

Wir haben in unseren Archiven gestöbert – und schier unglaubliche Geschichte ausgegraben, die sich vor 10, 20, 30, 40, ja sogar 50 Jahren in Gröden ereignet haben.

1975
Spät wie nie ist Gröden in diesem Jahr als Final-Ausrichter Gastgeber des Ski-Weltcups. Es ist im März ein episches Finale. Die drei besten Skifahrer rangieren vor der letzten Entscheidung, dem Parallel-Slalom, mit jeweils 240 Punkten gleichauf an erster Stelle. Es handelt sich um Franz Klammer (Österreich), zwei Tage vorher Abfahrtsieger, Ingemar Stenmark (Schweden) und Südtiroler Gustav Thöni. Klammer wird sofort eliminiert. Damit fällt die Entscheidung zwischen Stenmark und Thöni im Finale, die dort im Duell der Giganten vor 40.000 Zuschauern aufeinandertreffen. Am Ende triumphiert Lokalmatador Thöni und sichert sich zum vierten Mal den Gesamtweltcup. Den Parallel-Torlauf der Frauen hatte die Österreicherin Monika Kaserer gewonnen, den Slalom der Damen Lise-Marie Morerod (Schweiz).

1985
Zehn Jahre später schlägt auf der Saslong die große Stunde von Peter Wirnsberger. Der Österreicher, 1980 Olympia-Zweiter im Lake Placid, gewinnt die Abfahrt. Der Steirer legt mit seinem Triumph auf der mittlerweile legendären Südtiroler Weltcupstrecke den Grundstein für den zweiten kleinen Kristallkugel in der Saison 1985/86. In Gröden belegen Peter Müller aus der Schweiz und der Deutsche Sepp Wildgruber an diesem 14. Dezember 1985 die Ränge zwei und drei. Müller wird bis zum Ende seiner Karriere drei Mal die Gröden-Abfahrt gewinnen, für Wildgruber ist es das letzte von insgesamt drei Top-3-Resultaten seiner Laufbahn.

1995
Patrick Ortlieb ist Olympiasieger und Weltmeister. Zwei Titel, von denen viele Skirennläuferinnen und -rennläufer nur träumen können. Und aufgrund dieser Tatsache möchte man meinen, dass der Österreicher auch im Weltcup eine Vielzahl von Rennen für sich hat entscheiden können. Doch diese Annahme ist falsch. Denn Ortlieb gewann „nur“ vier Weltcuprennen (drei Mal in der Abfahrt und einmal im Super-G), was auch auf sein relativ frühes, verletzungsbedingtes Karriere-Ende im Alter von 32 Jahren zurückzuführen ist.
Den letzten Weltcupsieg seiner Laufbahn feiert er am 16. Dezember 1995 in der Gröden-Abfahrt, als Ortlieb den Schweizer Xavier Gigandet und Luc Alphand aus Frankreich auf die Ehrenränge verweist. Es ist Ortliebs zweiter Sieg auf der Saslong: Bereits 1993 hatte er an selber Stelle in der Abfahrt triumphiert.

2005
Seit der Saison 2002/2003 sieht das Weltcup-Programm auf der Saslong jedes Jahr einen Super-G und eine Abfahrt vor. Jenes Programm, das bis heute unverändert geblieben ist und das auch im Dezember 2005 gefahren wird. Im Super-G macht sich Hans Grugger am 16. Dezember ein leicht verspätetes Geschenk zu seinem 24. Geburtstag. Der Nordtiroler gewinnt vor dem Kanadier Erik Guay und Ambrosi Hoffmann aus der Schweiz und feiert seinen insgesamt dritten Weltcupsieg, den ersten im Super-G.
Was für Grugger im Super-G gilt, tut es nur 24 Stunden später auch für Marco Büchel in der Abfahrt. Der Liechtensteiner setzt sich vor Michael Walchhofer aus Österreich und neuerlich Guay durch. Walchhofer schreibt an diesem Tag mit einem 88 Meter weiten Sprung auf den Kamelbuckeln – Rekord!

2015
Nimmt man die Anzahl an Siegen in beiden Disziplinen als Maßstab, dann ist Aksel Lund Svindal der erfolgreichste Rennläufer auf der Saslong. Sieben Mal strahlte der Norweger in Gröden vom höchsten Treppchen des Podests. 2015 schafft er etwas, was vor ihm beim Südtiroler Klassiker kein anderer Rennläufer erreicht hat. Er gewinnt sowohl den Super-G, als auch die Abfahrt – nachdem er auch in beiden Trainings die schnellste Zeit erzielt hatte.
Und als wäre das nicht geschichtsträchtig genug, stehen im Super-G gleich drei Norweger auf dem Podium. Dritter damals ist übrigens immer noch der spätere Aleksander Aamodt Kilde, der kehrt nach Verletzungspause an einen seiner Lieblingsorte zurück. Mit fünf Siegen (3 Abfahrten, 2 Super-G) ist er Svindal auf den Fersen.