Saslong Classic Club / Gardena - Gröden
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Rückblicke

2023: Gröden liefert ein Ski-Spektakel im XXL-Format

Anlässlich der 56. Ausgabe der Speed-Klassiker auf der ehrwürdigen Saslong war die Crème de la Crème des Alpinen Ski-Weltcups kurz vor Weihnachten erneut in Gröden zu Gast. Da am Fuße des Langkofels eine in Zermatt-Cervinia abgesagte Abfahrt nachgeholt wurde, durften sich alle Ski-Fans sogar auf ein Rennen mehr als gewohnt freuen.

Nachdem die Weltcup-Etappen von Zermatt-Cervinia und Beaver Creek wetterbedingt abgesagt werden mussten, sollte der Saisonstart für die besten Speed-Asse der Welt in diesem Jahr in Gröden über die Bühne gehen. Im Hinblick auf die Rennwoche auf der Saslong hoffte der Ski-Zirkus auf gutes Wetter, damit nach langem Warten endlich die ersten Bewerbe in den schnellen Disziplinen ausgetragen werden konnten. Gröden enttäuschte die Hoffnungen nicht – und sorgte mit drei bis ins kleinste Detail vorbereitete Rennen für drei sensationelle Ski-Festtage.

Los ging es in Gröden bereits am Dienstag, als das erste Training für die beiden Abfahrten auf dem Programm stand. Bei sehr guten äußeren Bedingungen hatte der US-Amerikaner Jared Goldberg die Nase vorn. Der 32-Jährige verwies bei seinem dritten Trainingserfolg auf der Saslong Top-Favorit und Titelverteidiger Aleksander Aamodt Kilde sowie den Schweizer Stefan Rogentin auf die Plätze zwei und drei.

Der zweite Trainingslauf am Mittwoch wurde aufgrund von nächtlichen Schneefällen abgesagt. Angesichts des bevorstehenden Mammutprogramms entschied sich das Organisationskomitee in Abstimmung mit der Rennjury dazu, das zweite Training zu streichen und die Piste zu schonen. Wie sich im Nachhinein herausstellte, trafen die Veranstalter damit die einzig richtige Entscheidung.

Bryce Bennett stiehlt allen die Show

Das erste von insgesamt drei Rennen auf der Saslong ging mit einer faustdicken Überraschung zu Ende: Der im Vorjahr viel gescholtene Bryce Bennett düpierte auf verkürzter Strecke mit Startnummer 34 die gesamte Konkurrenz und fuhr sensationell zu seinem zweiten Sieg im Weltcup. Hinter dem US-Boy komplettierten der Norweger Aleksander Aamodt Kilde und der Schweizer Marco Odermatt die Top-Drei.

Bei der Sprint-Abfahrt warteten auch die italienischen Speed-Asse mit ordentlichen Ergebnissen auf. Absolutes Spitzenergebnis gelang zwar keinem „Azzurro“, allerdings klassierten sich mit Dominik Paris (11.), Christof Innerhofer und Mattia Casse (ex aequo auf Rang 12), Florian Schieder (15.) sowie Guglielmo Bosca (19.) gleich fünf Läufer in den Top 20.

Österreichischer Doppelsieg im Super-G

Der Super-G am Freitag war nichts für schwache Nerven: In einem hochspannenden Rennen mit äußerst knappen Zeitabständen heimste der Österreicher Vincent Kriechmayr mit zwei Hundertstel Vorsprung vor seinem Teamkollegen Daniel Hemetsberger den ersten Platz ein. Alleskönner Marco Odermatt landete wie schon in der Abfahrt am Donnerstag auf Rang drei – im Ziel lag er nur drei Hundertstel hinter Tagessieger Kriechmayr zurück.

Mit Mattia Casse und Guglielmo Bosca wussten auch zwei azurblaue Athleten im Super-G zu überzeugen. Casse belegte Rang acht, Bosca verpasste als Zehnter nur knapp das beste Ergebnis seiner Weltcup-Karriere. Südtirols Speed-Spezialisten erlebten hingegen einen rabenschwarzen Tag: Florian Schieder belegte ex aequo mit Kilde Platz 37, Routinier Christof Innerhofer wurde 50. und Dominik Paris (Rang 55) war als „Testpilot“ mit der niedrigen Startnummer 2 ohnehin chancenlos.

Paris sorgt für einen Südtiroler Festtag

Einen Tag nach seinem enttäuschenden Auftritt im Super-G schlug Dominik Paris beim Abfahrts-Klassiker eindrucksvoll zurück: Das Ultner Kraftpaket raste mit einem beherzten Auftritt sensationell zum Sieg und verwandelte das Zielstadion am Fuße des Langkofels in ein einziges Tollhaus. Mit dem ersten Platz beendete Paris gleichzeitig auch eine 15 Jahre andauernde Durststrecke in Gröden: Den letzten Sieg am Fuße des Langkofels hatte nämlich Werner Heel im Dezember 2008 gefeiert – damals war der Speed-Spezialist aus Walten in Passeier im Super-G nicht zu schlagen gewesen.

Auf die Plätze zwei und drei kamen bei der Abfahrt am Samstag Aleksander Aamodt Kilde (Norwegen) und Bryce Bennett (USA). Punkte gab es auch für die beiden Südtiroler Florian Schieder und Christof Innerhofer: Schieder belegte Rang 17, Innerhofer schloss das Rennen einen Tag vor seinem 39. Geburtstag an 21. Stelle ab.

Bennett schnappt sich den Sonderpreis

Mit dem Sieg bei der Sprint-Abfahrt, Platz 14 beim Super-G und Rang drei beim Abfahrts-Klassiker war Bryce Bennett der erfolgreichste Rennläufer der 56. Saslong Classic. Als punktbester Athlet eroberte der US-Amerikaner zum zweiten Mal nach 2021 den Sonderpreis DOLOMITES Val Gardena Südtirol Ski Trophy. Als Gewinner der Spezialtrophäe darf sich Bennett über eine originalgetreue 3D-Holzbüste, ein Extra-Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro, einen Kurzurlaub in Gröden sowie die Besteigung des Langkofels in Begleitung eines einheimischen Bergführers freuen.

„Wir sind für eine Weltmeisterschaft gerüstet“

Im Anschluss an die erfolgreiche Austragung der Grödner Weltcup-Woche im XXL-Format zog der Präsident des Saslong Classic Club, Rainer Senoner, zufrieden Bilanz. „Wir hatten heuer einen Bewerb mehr als gewohnt zu organisieren. Das haben wir durch die kräftige Mithilfe des gesamten Teams sehr gut gemeistert. Das Wetter hat in den letzten Tagen super mitgespielt und die Zuschauer, die zahlreich nach Gröden gekommen sind, haben der Rennwoche einen mehr als würdigen Rahmen gegeben“, so Senoner, dessen Blick längst nach vorne gerichtet ist:
„Ich hoffe, dass die diesjährige Rennwoche ein weiterer Fingerzeig in die richtige Richtung war und wir beweisen konnten, dass wir für eine Weltmeisterschaft gerüstet sind. Ich bin guter Dinge und zuversichtlich, dass es mit der WM-Vergabe klappt.“

Ob die Alpine Ski-Weltmeisterschaft 2029 tatsächlich in Gröden ausgerichtet wird, entscheidet sich am Dienstag, 4. Juni 2024 beim FIS-Kongress in Reykjavik. Neben Gröden bewerben sich auch Soldeu (Andorra) und Narvik (Norwegen) für die Alpinen Titelkämpe 2029.