Saslong Classic Club / Gardena - Gröden
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Audi FIS Ski World Cup Val Gardena / Gröden
Reportagen

Reportagen

Gebaut für die Weltmeisterschaft, geblieben für das Tal

Geschichte der Grödner WM- und Weltcup-Abfahrt Saslong

Mit einem großen Fest feierten die Grödner den Zuschlag für die Ski-Weltmeisterschaft 1970. „Die Musikkapelle hat gespielt und mehr als 1000 Menschen waren dabei“, erinnert sich Max Schenk, einer der die Kandidatur mitgetragen hatte, aber nicht mit zum FIS-Kongress nach Beirut reisen konnte. Dort hatte die FIS im Mai 1967 das Großereignis an das Tal in den Südtiroler Dolomiten vergeben.

Dätwyler Erster Sieger auf der Saslong (1969)

Premierensieger im Premierenrennen

Der Schweizer Abfahrtsspezialist Jean-Daniel Dätwyler feiert beim ersten Weltcup-Rennen auf der Saslong seinen ersten Weltcupsieg. Der 14. Februar 1969 war die Geburtsstunde der Saslong als Weltcup-Abfahrt. Weniger als zwei Jahre nachdem Gröden den Zuschlag für die Ski-Weltmeisterschaft 1970 bekommen hatte und ein Jahr vor der eigentlichen WM hatte die neu gebaute Piste am Fuße des Langkofels ihre Feuertaufe zu bestehen. Die besten Abfahrer der Welt kamen nach Gröden um die 2.249m zwischen Ciampinoi und Ruacia zu bewältigen.

Rekordsieger Franz Klammer

"Hatte Angst vor Kamelbuckel"

"Auf der Saslong habe ich mein erstes Weltcuprennen bestritten », erzählt Franz Klammer, mit 25 Siegen Rekordhalter in der 42-jährigen Geschichte des Alpinen Skiweltcups, "und das ist eine besondere Erinnerung".

Peter Runggaldier

"In meinem Heimattal konnte ich nie richtig auftrumpfen"

Ich bin in Wolkenstein aufgewachsen, nur etwa einen Kilometer von der Ciaslatwiese entfernt. Und dennoch konnte ich in all meinen Weltcupjahren auf meiner Heimstrecke keinen durchschlagenden Erfolg landen. Auf fast allen Strecken des Weltcupzirkus, darunter Kitzbühel, Wengen und Garmisch, konnte ich meine Fähigkeiten unter Beweis stellen und kam dem Sieg sehr nahe, aber gerade meine Heimstrecke in Gröden erwies sich als ungeeignet für meine technischen und körperlichen Voraussetzungen.

Bernhard Russi

schrieb in Gröden Skigeschichte

Der Weltmeister von 1970 erinnert sich an seine Siegesfahrt auf der Saslong. „Am Start standen acht Fahrer, die ich zuvor nie geschlagen hatte. Mein Ziel konnte also nur ein Ehrenplatz unter den ersten zehn sein“, sagt Bernhard Russi. Doch dann kam alles anders: der Schweizer wurde 1970 in Gröden mit 21 Jahren überraschend Abfahrtsweltmeister. „Es war der emotional stärkste Augenblick in meinem sportlichen Leben, ein Glücksieg, da ich nur als Nachwuchsfahrer an den Start gegangen war“.

Die "Kamelbuckel" auf der Saslong

Der historische Sprung von Ulli Spiess

"Die Angst saß mir tief im Nacken. Die Angst vor der Ungewissheit, ob ich es schaffen würde oder ob meine Knochen anschließend eingesammelt werden müssten". Die „Kamelbuckel“ sind berühmt-berüchtigt. Jahrelang schleuderten sie muskelbepackte Abfahrtspiloten wahllos durch die Luft, bis sie ein waghalsiger Tiroler vor 20 Jahren überlistete und erstmals übersprang.

Herbert Plank: 1977 Sieger auf der Saslong

"Konnte das Gras durch das Eis sehen"

Herbert Plank (48) war in den 70er Jahren der beste Abfahrer in der italienischen Mannschaft. In seiner fast zehnjährigen Laufbahn (1972 bis 1981) hat er eine olympische Bronzemedaille - (Innsbruck, 1976) und fünf Weltpokalrennen gewonnen. Darunter auch die Klassiker Wengen, Val d’Isère und Gröden. In Gröden siegte Plank, als erster Azzurro, vor genau 25 Jahren.